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Facebook & Twitter waren gestern…

… jetzt ist Pinterest dran!

OK, vielleicht ein wenig plakativ. Pinterest wird sicher die anderen Social Media Tools nicht ersetzen, aber verdient Be(ob)achtung.

Was ist Pinterest √ľberhaupt?

Ich habe den Mehrwert und das Potential beim ersten Mal nicht wirklich verstanden, bin aber auch kein Millennial ūüôā Also ganz formal:

Pinterest¬†ist ein weiteres¬†soziales Netzwerk, das vor allem visuell funktioniert. Im Prinzip √§hnlich der alten Korkpinwand oder den Photos, die mit¬†K√ľhlschrankmagneten an selbigem heften.¬†Bilder oder Bildersammlungen k√∂nnen¬†zusammen mit Tags und Beschreibungen privat oder √∂ffentlich¬†gespeichert werden. Fremde Photos kann der Nutzer entsprechend repinnen und so k√∂nnen¬†sich Communities zu unterschiedlichsten Themen zusammenfinden. Aktuell vor allem noch zu privaten Themen wie Shopping, Hochzeit, Hobby,… Zur Zeit ist die Seite nur auf Englisch zu haben und ein Account auch nur √ľber eine Warteliste zu beantragen. Pinterest wurde u.a. vom TIME Magazine zu einer der 50 besten Websites 2011¬†gew√§hlt.

Klingt alles interessant, aber irgendwie ist das doch nur eine Mischung aus Twitter und Flickr? Stimmt, aber ist Twitter nicht auch bloß SMS per Internet?

Momentan liegt Pinterest bei ca. 10 Mio. Nutzern, wovon – und hier kommt der erste interessante Recruiting/Branding Aspekt ins Spiel – 55-70% Frauen sind. Die Wachstumsraten sind enorm.

Sicher ist, wie bei den meisten Social Media Tools, noch nicht wirklich klar bzw. permanent im Fluss, wie Pinterest fuer Recruiting und Employer Branding zu nutzen ist. Aber es gibt bereits ein paar gute Beispiele auf Unternehmensseite, wie auf Bewerberseite. (mehr zu Pinterest auch bei Mashable)

Business Insider hat ein paar sehr sch√∂ne Beispiele fuer Kandidatenpr√§sentationen¬†gefunden. Es geh√∂rt f√ľr mich zu den Standards, die ich Studierenden oder Kandidaten vermittele, im Lebenslauf nicht kreativ zu werden, da der Recruiter dort vor allem Fakten schnell finden m√∂chte und jede Abweichung von der Norm Aufwand verursacht und somit “st√∂rt”. Allerdings, und hier zeigt sich ein weiterer zukunftsweisender Aspekt von Pinterest: ich habe die Lebensl√§ufe gerne gelesen, weil ich mich gut unterhalten gef√ľhlt habe. Nicht jeder kann so kreativ sein, aber evtl. entwickelt sich hier ein neuer visueller Standard, der besonders f√ľr Millenials und Gen2020 interessant ist – die sich in Zukunft nicht nur auf der Bewerberseite, sondern auch auf der Entscheiderseite befinden werden (die Diskussion, wer sich bei wem bewirbt und entscheidet, f√ľhre ich hier nicht. Ich glaube, es ist klar, was ich sagen will :-)). Visualit√§t und Entertainment sind f√ľr diese und kommende Generationen ja pr√§gend.

Auch wird sich die Form der Suche auf beiden Seiten ver√§ndern, weg vom klassischen Search hin zum “entdecken” in Interessencommunities, wof√ľr Pinterest ein exemplarisches Medium ist. Wie das genau aussehen wird? Keine Ahnung ūüėģ

Eine aktive Nutzung durch Unternehmen konnte ich noch nicht finden, bin aber f√ľr Hinweise dankbar. Sicher ist aber, dass es eine starke visuelle¬†Darstellung (zumindest der Blue Chips) gibt. Einfach mal einen bekannten Namen eingeben und schon sieht man eine beeindruckende Sammlung von Eindr√ľcken zu Produkten, Mitarbeitern, B√ľros,… ich bin gespannt, wie das in Zukunft aktiver genutzt wird.

Be(ob)achtlich…

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